Lisbeths letzte Reise

Zusammen mit der Hospizgruppe Aschaffenburg e. V. zeigen den Dokumentarfilm „Lisbeths letzte Reise“ von Prof. Thomas Carlé.

Lisbeth und Heinrich Carlé konnten unterschiedlicher nicht sein. Während er auf seinen schnellen Tod drängt, klammert sie sich an das Leben. Acht Jahre währt ihr Martyrium. Auf die Banalität des Sterbens und die Tatsache, dass sie am Ende ihres Lebens gar nichts mehr im Griff hat, reagiert sie verletzt.

Wie schon den Verfall Heinrichs dokumentiert ihr Sohn nun auch ihre langsame Auflösung. Erst schwindet ihre Kraft, dann die Farbe ihres Haars, und schließlich frisst sie der Krebs von innen auf. Im Gegensatz zu ihrem Mann aber darf Lisbeth nicht daheim sterben.

Jahrelang wechselt sie vom Heim ins Krankenhaus und wieder zurück ins Heim. „Alle warten nur auf den Tod“, sagt sie und wünscht sich selbst einen „kurzen Prozess“. Einerseits. Andererseits lässt die Katholikin, für die das Leben heilig ist, lange nicht los. Bis sie im Alter von 94 Jahren stirbt.

Prof. Thomas Carlè, der Sohn von Lisbeth und Heinrich, einer der Hauptprotagonisten wird für ein Gespräch im Anschluss an den Film anwesend sein. Darüber hinaus ist die Hospizgruppe mit einem Informationsstand vertreten.

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Ab 0 Jahren  |  79 Minuten